• Tobias Dünkel

Wie sich Narkosemittel im Nervensystem zeigen + Übung zur Selbstbehandlung



Heute möchte ich dich auf eine Reise zum innersten deines Körpers mitnehmen und damit verbunden zu den stärksten Lebenskräften in dir. Es geht um den „Liquor Cerebrospinalis“, auf Deutsch die Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit. Es handelt sich dabei um die reinste Flüssigkeit, die unser Körper herstellt. Diese wird im Schädel aus dem Blut destilliert und über das Ventrikel-System in ein Geflecht aus zusammenhängenden Hohlräumen abgeben.

Die Aufgaben des Liquors sind:

  • Die Ernährung des gesamten Nervensystems,

  • Der Abtransport von Abfallstoffen,

  • Und Schutz des Nervensystems z.B. bei Erschütterung.

Der zentrale Dreh- und Angelpunkt des Liquorsystems ist der dritte Ventrikel, den du auch im Bild zu diesem Beitrag erkennen kannst. Hier diffundiert die Flüssigkeit in den Liquorraum, bewegt sich kreisförmig und lädt sich dabei „energetisch“ auf. Die Folge ist eine inhärente Bewegung der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit in unserem Körper, die auch als „Atem des Lebens“ bezeichnet wird.

In der Cranio Behandlung können wir mit den Ventrikeln in Kontakt gehen und uns auf die Qualität der Bewegung einstimmen. Nicht selten fühlt sich das System wie gedämpft, benebelt und eingeschränkt an. Mögliche Ursachen sind Narkotika und Anästhetika, die noch in unserem Körper sind und so einen freien Ausdruck des Atem des Lebens verhindern. Sie haben damit Auswirkung auf das Gesamtbefinden. Durch einen eingestimmten Kontakt und sanfte Technik, können diese ausgeleitet und das System in eine Reorganisation und neue Freiheit begleitet werden.

Die Bewegung, das Pulsieren des Liquors, ist die erste Vitalkraft, die unseren Körper als Embryo erfüllt und die letzte, die ihn Stunden nach dem Tod verlässt. Als ich selbst vor nicht allzu langer Zeit eine Behandlung am Ventrikelsystem bekommen habe, ist mir nochmal klar geworden: Diese Kraft des Lebens ist nichts weniger als die göttliche Kraft in uns, ein Ausdruck der universellen Kräfte des Lebens, die uns durchdringen. Kommen wir mit ihr in Berührung und unterstützen sie, kann Selbstheilung von innen heraus geschehen.

Mit der folgenden kleinen Übung kannst du selbst deine Liquor-Zirkulation unterstützen:

  • Lege dich bequem in Rückenlage und bringe eine Hand unter deinen Hinterkopf. Spüre mit der Hand den Kopf, die Haut und die darunterliegenden Schichten deines Nervensystems.

  • Erinnere dich daran, was du über den Liquor gelesen hast, die Bewegung der Flüssigkeit, den Atem des Lebens und wiederhole innerlich ein paar Mal „Atem des Lebens“.

  • Halte deine Präsenz aufrecht und lass ein Bild von der freien Bewegung des Liquors entstehen.

  • Entspann dich in diese freie Bewegung hinein.

  • Nach zwei bis drei Minuten löse die Hand und spüre nach.

Viel Spaß!




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